Stand By Me Lesvos

»Wenn sich eine Krankheit ausbreitet, sind wir verloren« | wirkommen.akweb.de

Seit auf der Insel Lesbos die ersten Corona-Fälle gemeldet wurden, geht im Flüchtlingslager Moria die Angst um. Mehr als 20.000 Menschen leben dort auf engstem Raum, der Zugang zu sanitären Anlagen oder überhaupt zu Wasser ist katastrophal, eine medizinische Versorgung existiert quasi nicht, der Müll bleibt liegen. Immer wieder sterben Bewohner*innen an den Bedingungen im Lager, zuletzt Mitte März ein sechsjähriges Mädchen bei einem Brand. Sollte es zu einem Corona-Ausbruch kommen, droht eine Katastrophe. Schutzmaßnahmen gibt es keine, die meisten NGOs haben den Hotspot verlassen. »Wir können nur noch auf uns selbst vertrauen und versuchen, uns selbst zu helfen«, sagt Read AlObeed. Deshalb haben er und andere Bewohner*innen Mitte März das Moria Corona Awareness Team gegründet. Sie betreiben, so gut es geht, gesundheitliche Aufklärung und fordern die sofortige Evakuierung des Lagers.

    

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